Fledermäuse in Nordrhein-Westfalen
Weltweit gibt es etwa 900 Fledermausarten, davon 37 in Europa und in Deutschland 24. Bislang sind in NRW 21 Fledermausarten nachgewiesen worden, von denen allerdings zwei Arten ausgestorben sind. Hier möchten wir Ihnen die wichtigsten Fledermausarten aus NRW näher vorstellen.
Fledermäuse der Siedlungsbereiche
Diese drei Arten sind relativ gut zu beobachten und die Bestimmung fällt auch dem Laien nicht schwer.
Die Tiere beziehen ihre Wochenstuben in und an Gebäuden oder aber in Baumhöhlen und nutzen Gärten, Parks und Gewässer zur Jagd.
Waldfledermäuse
Die meisten in NRW beheimateten Fledermausarten sind ausgesprochene Waldbewohner
Zu diesen typischen Waldbewohnern zählen der Große Abendsegler, das Braune Langohr, die Fransenfledermaus und die Rauhhautfledermaus.
Sie leben und jagen überwiegend in Waldgebieten. Hierzu haben sie verschiedenste Jagdstrategien entwickelt, um die gegenseitige Nahrungskonkurrenz zu vermindern.
Manche Arten jagen in großer Höhe, andere in Bodennähe und einige Fledermausarten sind sogar in der Lage, Beutetiere von Blättern oder vom Boden aufzunehmen.
Da sie ihre Tagesverstecke erst mit zunehmender Dunkelheit verlassen, sind sie im Wald praktisch nicht zu beobachten.
Auch ihre Ortungslaute sind vergleichsweise leise, denn in der Vegetation würden zu laute Schreie zu viele Störechos produzieren.
Daher sind bei den Waldfledermäusen die Ohren in der Regel größer ausgebildet.
Als Tagesquartier benötigen sie Baumhöhlen. Diese können alte, nach oben ausgefaulte Spechthöhlen oder faule Astlöcher sein.
Einige Arten bevorzugen auch spaltförmige Verstecke hinter abgeplatzter Borke.
Seltene Arten
Neben diesen Fledermausarten finden sich in NRW noch weitere Arten, die jedoch nur selten anzutreffen oder schwer nachzuweisen sind.
Dies sind die Bechsteinfledermaus, die Große & Kleine Bartfledermaus, die Teichfledermaus und der Kleinabendsegler.
Zudem finden sich an wenigen Stellen noch das Große Mausohr und die Mopsfledermaus.
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