Das Jahrestreffen 2011 des LFA Fledermausschutz wird am Samstag, dem 26. 11. 2011 in Recklinghausen stattfinden. Das Treffen wird wie üblich um 10:00 Uhr beginnen. Wir treffen uns im Seminargebäude der NUA (Natur- und Umweltschutzakademie NRW). Adresse: Siemensstr. 5, 45659 Recklinghausen. Eine Anfahrtsbeschreibung finden sie hier: http://www.nua.nrw.de/nua/content/de/nua/nua_50.htm?jid=1o0o2.
Wie immer wird es in den Pausen Kaffee, Tee und Kuchen geben, der vor Ort bezahlt werden kann. Ein Mittagsessen vor Ort kann nicht angeboten werden. Hier ist Selbstversorgung nötig. Die Vortragsliste wird erst kurz vor der Tagung festgelegt. Bitte melden Sie Vorträge oder Posterbeiträge bei Carsten Trappmann 0251 - 88145 (ctrappmann@aol.com) an. Wir bedanken uns bei Dietlind Geiger-Roswora für die Bereitschaft, die Tagung in diesem Jahr auszurichten und die Organisation vor Ort.
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Fledermaus-Webcam im Mayener Grubenfeld
Live aus der Kinderstube
Endlich sind wir wieder da. Schon im Jahr 2006 hat der SWR unsere Mausohren online gestellt. Nur ein paar Jahre später wollen wir, der NABU Rheinland-Pfalz und der SWR, diesen Service wieder anbieten. Die Vorbereitungen haben etwas gedauert, die ersten Jungtiere sind schon geboren und trotzdem hoffen wir, das sie als Besucher Freude an unserer Webcam haben.
Technisch haben wir uns etwas verbessert. Mit nun zwei steuerbaren Kameras können wir nun einen großen Teil des Quartiers ansehen und hoffen dabei auch immer Mausohren zeigen zu können. Und mit etwas Glück können wir auch bald eine Tonspur anbieten.
Wir wollen täglich Informationen zu Fledermäusen und speziell auch dem Großen Mausohr anbieten. Also bleiben sie uns treu. Ihr Dr. Andreas Kiefer
Ein Familienfest rund um die fliegenden Kobolde der Nacht
FLEDERMAUSFEST Rheinland-Pfalz 2011
Der "Arbeitskreis Fledermausschutz in Rheinland-Pfalz" veranstaltet am Sonntag, den 24.Juli 2011 ab 12:00 Uhr, zusammen mit den ortsansässigen Vereinen, im Ortsteil Steeg (Gemeinde Bacharach/Rhein)ein Fledermausfest für Jung und Alt. Das Hauptziel dieser Veranstaltung liegt im spielerischen Erlernen und Erfahren der Lebensumstände einer Tierart, die uns in der Regel verborgen oder zumindest fremd erscheint: den nachtaktiven Fledermäusen unserer Heimat.
Den ganzen Tag gibt es eine Livebilder-Übertragung aus der Wochenstube, direkt in das Kirchenschiff mit halbstündigen Erklärungen. Der Höhepunkt des Tages wird aber sicherlich für Groß und Klein, die Ausflugbeobachtung der Mutter- und Jungtiere in der Dämmerung!
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Wieder Fransenfledermaus betroffen
Bemerkenswerter Bestandsrückgang in einem Winterquartier!
Bei der Kontrolle des Gewölbekellers im Kreis Borken, einem bis dato mit etwa 200 überwinternden Fledermäusen recht kopfstarken westfälischen Winterquartiers, ließen sich am 22.01.2011 nur insgesamt 80 Fledermäuse zählen. Die Zahl der Wasserfledermäuse ist mit 25 Individuen gleich geblieben. Dafür fehlen die Fransenfledermäuse.
Zudem ließ sich an den Daten der Lichtschranke ablesen, dass die Schwärmaktivität im Herbst nur etwa ein Viertel der Aktivität der Vorjahre hatte. Diese Beobachtung betrifft vor allen Dingen auch wieder die Fransenfledermaus.
Ein Grund für diese Beobachtungen ist erst einmal nicht offensichtlich. Diese Entwicklung muss weiter verfolgt werden.
Tote Fledermäuse in 2 kleinen Coesfelder Winterquartieren
Bei einer Winterquartierkontrolle zweier kleiner Winterquartiere in Bachunterführungen unter einer Bahnlinie in Coesfeld fiel bereits am 05.01.2011 ein seltsames Hangverhalten einzelner Fledermäuse auf. Die erste der Unterführungen ist komplett aufrecht begehbar. Die Fledermäuse überwintern hier in Mauernischen, entweder in diesen frei hängend oder durch das weitere Hineinkriechen in einen Hohlraum zwischen einer Doppelwand halb oder ganz verdeckt. In der zweiten Unterführung ziehen sich die Tiere meistens in eine größere und verhältnismäßig tiefe Mauerspalte in der Mitte der Unterführung zurück. An dieser Stelle verengt sich die Unterführung, da sie dort in eine Standardverrohrung übergeht. Weitere Fledermäuse überwintern ebenfalls in den Dehnungsfugen der Verrohrung.
Unsere Aufmerksamkeit zogen die Tiere durch ihr abweichendes Hangverhalten auf sich. Sie hingen insgesamt freier als gewohnt und hatten ihre Arme und zum Teil auch ihre Flughäute leicht gespreizt. Bei einer überprüfenden Kontrolle am 06.01.2011 wurde nun der Tod dieser Tiere festgestellt, wobei es sich beim erstgenannten Quartier um 4 Fransenfledermäuse und eine Bartfledermaus von insgesamt 35 gesichteten Tieren handelte und beim zweitgenannten um 2 Fransenfledermäuse und ein nicht bestimmtes Tier bei insgesamt 16 festgestellten Überwinterern. Die nicht bestimmte Fledermaus hatte am Vortag noch auf einer Zwischenstufe auf dem Boden gelegen, war jedoch am 06.01. vermutlich durch einen Beutegreifer bereits entfernt worden.
Da weitere noch lebende Fledermäuse mit auffällig abgespreizten Flügeln erkennbar waren wurde eine weitere Kontrolle der beiden Quartiere am 09.01. durchgeführt, wobei 2 weitere tote Fransenfledermäuse gefunden wurden.
Hierbei handelt es sich nun um insgesamt 8 verstorbene Fransenfledermäuse eine Bartfledermaus und ein unbestimmtes Tier der Gattung Myotis. Bei einer Gesamtzahl von 51 gesichteten Fledermäusen ist die Zahl von 10 toten Tieren aus unserer Sicht äußerst hoch und bisher von uns in dieser Form noch nicht beobachtet worden. Ob es sich um Opfer der besonderen Witterungsverhältnisse dieses Dezembers handelt oder einen anderen Grund, können wir derzeit nicht klären. Darum möchten wir Euch bitten, uns vergleichbare Funde mitzuteilen und mit uns ggf. über eine mögliche Todesursache zu diskutieren. Wir haben die toten Tiere an uns genommen und in Absprache der zuständigen Behörde für eventuelle weitere Untersuchungen sofort eingefroren.
Brachten die letzten Tage ungewöhnlich viel Kälte und Schnee für den Kölner Raum mit sich, so staunten die Aktiven vom NABU-Arbeitskreis Fledermausschutz nicht schlecht, als das Fledermaus-Notruf-Telefon in Köln mehr als Zwölfmahl klingelte. Im Kölner Raum erwies sich das Belgische Viertel als ein Schwerpunkt-Fundgebiet, hier wurden über Belüftungsschächte drei Zwergfledermäuse gefunden, weitere Meldungen gab es aus Porz. Durch unsere telefonische Beratung wussten die unfreiwilligen menschlichen Gastgeber wie sie mit den Fledermäusen umgehen mussten, um ihnen den Weg zurück in die Freiheit wieder zu ermöglichen.
Susanne Roer, Leiterin des Arbeitskreises Fledermausschutz: „Die Leute, die die Fledermaus-Notruf-Nummer wählen, haben sich in der Regel schon vorher im Internet gut informiert. Sie sind engagiert und interessiert. Man merkt deutlich, dass nur noch wenige Menschen Angst vor diesen kleinen Nachtschwärmern haben. Das war vor zwanzig Jahren noch ganz anders. Ich bin froh, dass die Tiere heutzutage mit Interesse und nicht mit Abscheu gesehen werden.“
Zwei der seltenen Tiere, zwei Zwergfledermäuse, wurden von ihren Findern bei uns in der Pflegestelle abgegeben. Die Tiere sind beides Männchen. Ein Tier konnte während einer milderen Witterungsphase bereits wieder in die Freiheit entlassen werden, das zweite Tier wird folgen, sobald es die Wetterverhältnisse zulassen.
Vielerorts wurden Fledermäuse gefunden, die in Wohnungen eingeflogen waren. Eigentlich halten Fledermäuse jetzt Winterschlaf. Wird ihr Überwinterungsversteck zu kalt, wachen sie wie durch ein Notprogramm auf, um in wärmere Verstecke umzuziehen um nicht zu erfrieren. Bedingt durch die ungewöhnliche Kälte waren einige Fledermäuse erwacht und bei diesen Umzügen über Schächte o.ä. in die Räume der Menschen gelangt. Grundsätzlich ist es nichts ungewöhnliches, das verschiedene Fledermausarten während des Winterschlafes das Quartier wechseln, auch die Paarungszeit der Tiere findet im Zeitraum des Winterschlafes statt. Geraten die Tiere allerdings in Gefangenschaft, beispielsweise eingeschlossen in beheizte Räume, oder finden sie kein geeignetes frostfreies Winterversteck, sterben die Tiere häufig.
Ansprechpartner in Sachen Fledermausschutz finden sie hier.
Landesfachausschuß Fledermausschutz NRW:
Im Landesfachausschuß Fledermausschutz sind die in Nordrhein-Westfalen tätigen Fledermausschützer organisiert.
Der LFA ist ein verbandsübergreifendes Gremium, das es sich zur Aufgabe gestellt hat, den Schutz der Fledermäuse in NRW zu koordinieren und den Informationsaustausch unter den Fledermausschützern zu gewährleisten.