Was tun, wenn man eine krankheitsverdächtige Fledermaus findet?
Zunächst Ruhe bewahren. Die Fledermaus nicht mit bloßen Händen anfassen.
Verwenden Sie dicke Handschuhe, um das Tier in einen Karton mit kleinen Löchern sicherzustellen. Den Karton fest verschließen und kühl stellen.
Verständigen Sie eine(n) Fledermausbeauftragte(n) oder das Veterinäramt, dort weiß man was mit dem Tier zu tun ist.
Im Falle eines Bisses waschen Sie die Stelle gründlich mit Wasser und Seife und desinfizieren Sie diese.
Kontaktieren Sie in jedem Fall einen Arzt oder eine Tollwutberatungsstelle, auch wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie wirklich gebissen wurden.
Auskünfte zu weiteren Fragen erteilen die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter sowie der Amtsarzt.
Die WHO empfiehlt:
Alle Personen, die Umgang mit Fledermäusen haben, sollten sich vorbeugend gegen Tollwut impfen lassen. Ansonsten ist nach Biss oder direktem Kontakt eine nachträgliche Impfung und Behandlung möglich bzw. erforderlich.
Die heute verfügbaren Tollwutimpfstoffe sind sehr gut verträglich und schützen zuverlässig vor einer Tollwutinfektion. Nur wenige Impfungen sind notwendig; Vorbeugen lohnt sich also in jedem Fall.
Bedenken Sie! Fledermäuse sind faszinierende, wild lebende Mitgeschöpfe und wichtige Bestandteile eines funktionierenden Ökosystems.
In Ausnahmefällen können sie Tollwut übertragen. Und dennoch können mit ein wenig Kenntnis, Vorsicht und Respekt für die Natur Fledermäuse und Menschen miteinander leben.
Mit einer vorbeugenden Impfung helfen Sie nicht nur sich selbst, sondern betreiben aktiven Artenschutz.
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